Skiffle-Musik
ist eine Mischung aus Spiritual, Gospel, Folk, Blues und Country-Musik mit
afroamerikanischen Elementen und hat ihren Ursprung in den USA bereits im
19. Jahrhundert.
Die
Farbigen machten zur Zeit der Unterdrückung auf allen möglichen
Instrumenten und abenteuerlichen Gegenständen Musik.
Typisch
für die Skiffle Musik wurde das Waschbrett mit seinem
wischend-ratschenden Rhythmus, oder die Teekiste bzw. ein Waschzuber mit
Besenstiel und Schnur als Bass. Ein weiteres typisches Instrument der
Skiffle Musik war ein Kamm mit Pergamentpapier oder die Luxusversion das
Kazzoo (Metallröhre mit einer Membran). Hinzu kamen noch herkömmliche
Instrumente wie Gitarre und Fiddle oder Banjo und Mandoline.
Es
war die Musik der einfachen Leute und die Lieder erzählten simple
Geschichten von der Arbeit, von Pionieren, Goldgräbern, Lokführern und
Vagabunden und von allem, was die Leute damals beschäftigte.
Geskiffelt
wurde häufig nach Feierabend auf sogenannten „House Rent Parties“, wo
einer, der es geschafft hatte, ein Zimmer sein Eigen nennen zu können, zu
einem Fest einlud. Die Gäste legten am Eingang ihren Obulus auf den Boden
mit dem der Gastgeber dann die Miete bezahlte. Für Musik sorgte die Band
und für die richtige Stimmung oft der selbstgebrannte Schnaps.
In
Windeseile entwickelte sich ein typischer Sound und mit dem o. g.
Instrumentarium brauchte keiner mehr darauf zu verzichten jazzige Musik zu
machen.
Erst
später, Anfang der 50er Jahre wurde die Skiffle-Musik in Europa durch
Musiker wie Lonnie Donegan ,Chris Barber oder Ken Coyler populär. Viele bekannte
Musiker begannen ihre Karrieren mit Skiffle-Musik.
So wurden z. B. aus den Quarrymen die Beatles und aus den Railroaders die
Shadows.